
Zähneknirschen behandeln (Bruxismus)
Masseter-Entspannung mit Muskelrelaxans – Linderung bei Knirschen, Kieferschmerzen und Verspannungen.
Preis pro Sitzung
Bruximus / Masseter-Entspannung
Individuell nach Befund
Was ist Bruxismus?
Als Bruxismus bezeichnet die Medizin das unbewusste Pressen und Knirschen der Zähne – häufig nachts, aber auch tagsüber unter Stress. Es ist eine sogenannte Parafunktion: eine vom Nervensystem ausgelöste Bewegung, die nicht bewusst gesteuert wird.
Bruxismus ist weit verbreitet und hat viele mögliche Ursachen: psychische Anspannung, Stress, Schlafstörungen, aber auch genetische Veranlagung. Die Folgen sind erheblich: Mit bis zu zehnfach erhöhter Kaukraft werden Zahnschmelz, Zahnhalteapparat und Kiefergelenke dauerhaft belastet. Typische Beschwerden sind morgendliche Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Ohrgeräusche und eingeschränkte Mundöffnung. Nicht selten ist auch der Masseter-Muskel – der große Kaumuskel seitlich des Unterkiefers – sichtbar verdickt (hypertrophiert).
Wie wirkt die Muskelentspannung bei Bruxismus?
Durch die gezielte Injektion eines medizinischen Muskelrelaxans in den Masseter-Muskel wird dessen Aktivität vorübergehend reduziert. Der Kaumuskel kann sich nicht mehr mit der gleichen Kraft zusammenziehen – das nächtliche Pressen und Knirschen wird spürbar reduziert oder vollständig unterbunden. Gleichzeitig entspannt sich die Muskulatur, was die typischen Begleitbeschwerden wie Kopf- und Kieferschmerzen deutlich lindern kann.
Ein häufig erwünschter Nebeneffekt: Wenn der hypertrophierte Masseter-Muskel durch die regelmäßige Behandlung kleiner wird, kann dies das untere Gesichtsdrittel verschmälern und das Gesichtsoval harmonischer wirken lassen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vor der Behandlung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem wir Ihre Beschwerden, den Befund und die individuell erforderliche Dosierung besprechen. Das Muskelrelaxans wird dann mit einer feinen Nadel in den Masseter-Muskel beider Seiten injiziert. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten; eine Betäubung ist in der Regel nicht erforderlich. Sie sind unmittelbar danach wieder einsatzfähig.
Wann tritt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Die Wirkung setzt in der Regel nach 7–14 Tagen spürbar ein. Die Wirkdauer beträgt in der Regel vier bis sechs Monate. Nach regelmäßigen Folgebehandlungen verlängert sich die Wirkdauer häufig, und der Muskel reagiert stärker auf die Behandlung.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Vorübergehende Rötungen, Schwellungen oder Druckgefühl an der Injektionsstelle sind möglich und klingen rasch ab. Da Dosierung und Injektionstiefe beim Masseter sehr individuell sind, beraten wir Sie vor der Behandlung ausführlich und persönlich.

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